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90 neue Bauplätze für GeorgsdorfNeues Gewerbegebiet in Vorbereitung
In der Gemeinde Georgsdorf wird östlich des Süd- Nord- Kanals ein großes Wohnbaugebiet entstehen. Zwischen Georgsdorfer Graben und Füchtenfelder Straße können voraussichtlich schon im kommenden Jahr die ersten Wohnhäuser entstehen. Das direkt nördlich anschließende Gewerbegebiet Neues Land soll um etwa zehn Hektar vergrößert werden. Keinen Quadratmeter Gewerbeflächen und Bauplätze hat die Gemeinde Georgsdorf derzeit zur Verfügung. Deshalb wollen die Samtgemeinde Neuenhaus und die Gemeinde Georgsdorf die Beratungen so zügig wie möglich vorantreiben. Gerhard Nossels vom Bauamt der Samtgemeinde geht von einem Planungszeitraum von etwa einem Jahr aus. Der Planungs-, Umwelt- und Verkehrsausschuss der Samtgemeinde hat in seiner Sitzung am Montagnachmittag die Vorhaben einstimmig befürwortet. Das neue Wohnbaugebiet wird voraussichtlich den Bedarf an Bauplätzen für fünf bis zehn Jahre abdecken. Insgesamt 7,5 Hektar sollen für neue Wohnhäuser zur Verfügung stehen. Die Details wird nun die Gemeinde Georgsdorf im Bebauungsplan festlegen. Nossels geht von Grundstücksgrößen zwischen 750 und 800 Quadratmetern aus und rechnet mit insgesamt etwa 80 bis 90 neuen Grundstücken. Vermarktet werden die Flächen über die Grafschafter Grundstücksgesellschaft, die auch für die Erschließung der Grundstücke zuständig ist. Das nördlich der geplanten Wohnbauflächen liegende Gewerbegebiet soll erheblich erweitert werden. Südlich der K 31 und östlich der Straße Neues Land können sich ebenfalls voraussichtlich im kommenden Jahr die ersten Gewerbetreibenden ansiedeln. Auch eine kleine Freifläche direkt östlich des Süd- Nord- Kanals und südlich der K 31 soll als Gewerbefläche ausgewiesen werden. Das Gewerbegebiet Neues Land wird nach der Erweiterung eine Gesamtfläche von knapp 20 Hektar umfassen. Bauamtsmitarbeiter Gerhard Nossels sieht mit dieser Erweiterung den Bedarf an gewerblichen Flächen in der Gemeinde Georgsdorf für mehrere Jahre befriedigt. Gewerbeflächen und Wohngebiet werden am Georgsdorfer Graben direkt aneinander angrenzen. Mit geeigneten Lärmschutzmaßnahmen soll sichergestellt werden, dass die Bewohner der geplanten Häuser nicht in unzumutbarer Weise durch die Lärm- Emissionen der Gewerbebetriebe belästigt werden. |
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50 Jahre Feuerwehr
Gert Leupen von der Freiwilligen Feuerwehr Georgsdorf wurde durch Kreisbrandmeister Hermann Fielers für 50 jährige Ehrenamtliche Tätigkeit mit dem Feuerwehrehrenkennzeichen ausgezeichnet.
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Awo - Kathorst neuer Vorsitzender
Kathorst: Awo ist die treibende Kraft im sozialen Bereich. Nyhoegen gibt Vorsitz des Ortsvereins Georgsdorf ab
Heinz Kathorst hat bei der Jahreshauptversammlung des Awo- Ortsverbands Georgsdorf den Vorsitz von Klaus Nyhoegen übernommen. Neuer Ehrenvorsitzender ist Bruno Freiwald. Nyhoegen, der aus beruflichen Gründen nicht mehr kandidierte, fungiert künftig als stellvertretender Vorsitzender. In seinem letzten Jahresbericht berichtete er den Mitgliedern von der sozialen Arbeit, die die Ehrenamtlichen der Awo leisten. Der Schwerpunkt liege in der Altenbetreuung. Zudem hätten in der Begegnungsstätte zahlreiche Veranstaltungen stattgefunden. Ausflüge bereicherten das Programm, sagte Nyhoegen. Im Anschluss berichtete Awo- Kreisvorsitzender Heinrich Alferink über das Angebot der Awo auf Kreisebene. Mit einem Altenzentrum, Altenwohnungen, Sprachheileinrichtungen, Sozialstationen, Beratungsstellen, einer Krebsnachsorgeeinrichtung, einen Betreuungsverein sowie acht Begegnungsstätten in sieben Städten und Gemeinden in der Grafschaft Bentheim habe sich die Awo zu einem sozialen Dienstleister entwickelt. Die Aktivitäten verteilten sich auf fast alle sozialen Aufgabenfelder. "Wir sind ein Mitgliederverband, der für eine sozial gerechte Gesellschaft kämpft und politisch Einfluss nimmt", zitierte Alferink aus den neuen Leitsätzen der Arbeiterwohlfahrt. Der neue Ortsvorsitzende Kathorst bezeichnete die Awo als treibende Kraft im sozialen Bereich der Gemeinde Georgsdorf. Neue Mitglieder, auch junge Frauen und Männer, sollten mithelfen, dass Georgsdorf nach der schönsten Gemeinde jetzt auch die sozialste Gemeinde im Landkreis werde. Weiterhin will Heinz Kathorst die Aufgaben des Ortsvereins Georgsdorf künftig auf alle Vorstandsmitglieder verteilen. Hierzu soll, in Kürze zu einer Vorstandssitzung eingeladen werden. Zum Abschluss dankte Kathorst den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern mit einem Geschenk. |
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Räuber- Duo überfälltVolksbank Georgsdorf
Zweiter Banküberfall nach 1991 – Polizei stellt Fluchtauto sicher – Gab es einen dritten Täter? - von Daniel Klause
Zwei bislang unbekannte Bankräuber haben gestern die Georgsdorfer Filiale der Volksbank Hoogstede- Wilsum überfallen. Nach 1991 war die Bank damit zum zweiten Mal das Ziel eines Überfalls. Die Täter entkamen, hinterließen jedoch an einem Wirtschaftsweg ein Fluchtfahrzeug, das sie zuvor gestohlen hatten.
Es ist genau 10.50 Uhr, als zwei Männer, mit Baseballmützen getarnt, die Georgsdorfer Geschäftsstelle der Volksbank Hoogstede- Wilsum betreten. Eine Überwachungskamera hält den Zeitpunkt ihres Eintretens fest. Mit vorgehaltenen Pistolen fordern die Männer die beiden Angestellten, die zur Tatzeit im Schalterraum Dienst tun, zur Herausgabe des Geldes auf. Zwei Kunden müssen sich auf den Boden legen. Eine Angestellte beruhigt sie. In der Zwischenzeit öffnet ihr Kollege den Tresor und füllt das Geld in eine Plastiktüte. Die Täter erbeuten eine sechsstellige Summe. Genauere Angaben wollte und konnte die Bank gestern noch nicht machen. Filialleiter Johann Kronemeyer führt unterdessen ein Gespräch mit einem Kunden. Erst als der Kunde sein Büro verlässt, bemerkt Kronemeyer den Überfall. "Die Täter machten einen ruhigen und sicheren Eindruck", berichtet er später. Auch Kronemeyer bedeutet einer der Täter mit Gesten, sich auf den Boden zu legen. Nach etwa fünf Minuten verlassen die Bankräuber das Gebäude und besteigen einen dunkelroten Audi 80, den sie zuvor auf einem Parkplatz an der so genannten Todeskreuzung in Schwartenpohl gestohlen hatten.
Erst jetzt geht bei der Polizei in Nordhorn der Alarm ein. "Um eine Geiselnahme wie vor einigen Jahren in Wietmarschen zu vermeiden, haben unsere Mitarbeiter Anordnung, während des Überfalls keinen Alarm auszulösen", sagt Fritz Berends von der Hauptstelle in Hoogstede, der sich am Mittag einen Überblick verschafft. Berends und Kronemeyer sind erleichtert, dass niemand zu Schaden gekommen ist. "Die Sicherheit unserer Kunden und Mitarbeiter hat oberste Priorität", erklärt Berends. Für Kronemeyer war es bereits der zweite Überfall auf seine Filiale. Schon 1991 hatte sich ein Räuber die Bank für einen Überfall ausgesucht. Damals gelang es der Polizei, den Mann bereits wenige Stunden später zu fassen. Sowohl Kronemeyer als auch Berends loben das besonnene Verhalten der Angestellten im Schalterraum. Und sie sind erleichtert, dass während des Überfalls keine weiteren Kunden in die Bank kamen. Die Polizei findet das erste Fluchtauto kurze Zeit nach dem Überfall zwei Kilometer entfernt an einem Wirtschaftsweg zwischen Georgsdorf und Adorf. Da Zeugen vor dem Überfall ein weißes Auto, möglicherweise einen VW Golf in der Nähe der Bank gesehen haben wollen, könnte nach Ansicht der Krimmalpolizei noch ein dritter Täter in den Überfall verwickelt gewesen sein. Nach Aussagen der Zeugen in der Bank soll der eine Täter etwa 25 bis 30 Jahre alt und etwa 1,80 Meter große gewesen sein. Er habe kurze, helle Haare gehabt und sei mit Hose, Hemd und Jacke - alle in schwarz - bekleidet gewesen sein. Der Mann habe außerdem eine Baseballkappe mit goldenem Emblem getragen. Den zweiten Täter beschreiben die Zeugen als etwa gleichaltrig, allerdings etwas größer und von athletischer Figur. Die Haare sollen dunkel und kurz geschnitten gewesen sein. Besonders fiel den Zeugen auf, dass der Mann ein schwarzes Kapuzen- Sweatshirt mit grauen Taschen vorne trug. Der Mann habe zudem eine schwarze Baseballkappe mit rotem Emblem und eine dunkle Sonnenbrille getragen. Hinweise auf die Täter und die Fluchtautos nimmt die Polizei in Nordhom unter Telefon (05921) 30 90 entgegen. Die Bank hatte gestern geschlossen, um die Schadenshöhe zu ermitteln. Heute soll sie wieder geöffnet sein. |
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"Überfall auf Bank in Georgsdorfist kriminalistisch gelöst"
Kripo Lüneburg verhaftet Verdächtige
Der Überfall auf die Volksbank in Georgsdorf ist möglicherweise aufgeklärt. Die Kriminalpolizei in Lüneburg hat drei Männer verhaftet, die in dringendem Verdacht stehen, zu einer Gruppierung zu gehören, die die Bank am 22. Mai dieses Jahres überfallen soll.
Es war ein Schock für die Angestellten der Volksbank Georgsdorf, als am Morgen des 22. Mai zwei Männer das Gebäude betraten und mit vorgehaltener Waffe Geld forderten. Die Bankräuber brauchten etwa fünf Minuten, um eine sechsstellige Summe zu erbeuten. Das gestohlene Auto, das sie zur Flucht benutzt hatten, ließen sie nur wenige Kilometer entfernt zwischen Georgsdorf und Adorf zurück.
Drei Monate danach sind sich die Fahnder der zentralen Ermittlungsgruppe für Bandenkriminalität in Lüneburg weitgehend sicher, dass sie drei Männer gefasst haben, die entweder selbst die Bank überfallen haben oder zu einer Gruppierung gehören, die die Überfälle geplant hat. Wie ein Sprecher der Kriminalpolizei Lüneburg gestern erklärte, gelang es Beamten der Autobahnpolizei bereits im Juni, einen der mutmaßlichen Bankräuber bei einer Routinekontrolle auf der Autobahn A l bei Münster zu fassen. Die beiden anderen gingen den Fahndern in Sachsen bei dem Versuch ins Netz, sich über die Grenze nach Tschechien abzusetzen. Bei den Verdächtigen handle es sich um drei Männer im Alter von 25 bis 35 Jahren. Alle Festgenommenen kommen aus Weißrussland. Sie waren den Fahndern bereits seit einiger Zeit namentlich bekannt. Der Überfall auf die Volksbank in Georgsdorf war der zwölfte von wahrscheinlich 15 Überfällen auf Banken in Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Nach Angaben der Kripo haben die Verdächtigen bereits Teilgeständnisse abgelegt. Außerdem seien bei ihnen und anderen mutmaßlichen Bandenmitgliedern Indizien sichergestellt worden, die auf den Überfall in Georgsdorf hinwiesen. Jetzt hängt es von der Staatsanwaltschaft ab, ob die Beweise ausreichen, um Anklage zu erheben. Aus Sicht der Kriminalpolizei in Nordhorn ist der Überfall auf die Volksbank Georgsdorf "kriminalistisch gelöst", wie ein Sprecher gestern sagte. Die Ermittlungen werden von Lüneburg aus geleitet, weil sich die meisten Überfälle im Regierungsbezirk Hannover und Lüneburg ereigneten. Die Täter sollen dabei nach demselben Muster wie in Georgsdorf vorgegangen sein. Nach den bisherigen Erkenntnissen haben die Täter drei Sparkassen (eine in Garbsen bei Hannover, eine im Landkreis Celle und eine in Lunestedt bei Cuxhaven) zweimal überfallen. Die Täter hätten ihre Überfallserie im Dezember 1999 im Raum Hannover begonnen, erklärte der Sprecher der Kripo Lüneburg weiter. Danach hätten sie sich Banken im Regierungsbezirk Lüneburg ausgesucht. Auf die Volksbank in Georgsdorf seien sie möglicherweise nur durch einen Zufall gestoßen, etwa während eines Abstechers in die Niederlande. Die Sonderermittler sind sich auch deshalb sicher, die richtigen Verdächtigen gefasst zu haben, weil die Banküberfälle nach den Festnahmen sofort aufhörten. |
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Das Moor blüht wieder:"Rosen und Kunst" unter freiem Himmel
In Georgsdorf wachsen wieder die Rosen im Moor: Eine besondere Gartenveranstaltung zum Thema "Rosen und Kunst im Moor" ist noch am heutigen Sonntag in der Moorbaumschule Vennegerts in Georgsdorf zu sehen. Die Organisatoren Doro und Günther Vennegerts setzen bei der Ausstellung ganz auf die Verbindung von Pflanzen und Kunst. Seit 1996 kultivieren Dorothee und Günther Vennegerts in ihrer Baumschule am Rande des Bourtanger Moors in Georgsdorf historische und englische Rosen. Seit einigen Jahren präsentieren sie am letzten Augustwochenende zudem einem größeren Publikum den Künstler- Workshop "Kunst im Moor". Bei der vierten Auflage, die am Freitag eröffnet wurde und bis einschließlich heute läuft, finden die Besucher auf einem l ,5 Hektar großen Areal unter freiem Himmel die Werke von über 20 Künstlern aus ganz Deutschland und den Niederlanden neben 400 historischen und englischen Rosensorten sowie 70 Clematisarten. Zum Rahmenprogramm des Workshops, der in diesem Jahr erstmals "Rosen und Kunst im Moor" betitelt ist, gehören ein Natursteinlehrpfad, ein Rosencafe und ein Spiel- und Klettergebirge für Kinder. Die Besucher können auf einem ausgeschilderten Rundweg durch die Clematis- Allee schlendern, auf einen Natursteinlehrpfad gehen, im Küchengarten nach seltenen Kräutern stöbern, sich in versteckte romantische Winkel zurückziehen oder zu einer Unterhaltung in das "Rosencafe" setzen, das im Schatten alter Eichen auch bei hohen Temperaturen Entspannung verheißt. Für die Kinder haben die Mitarbeiter der Baumschule das Spiel- und Klettergebirge angelegt. Das Spektrum der Kunst reicht im übrigen von klassischer und moderner Bildhauerei mit den unterschiedlichsten Materialien, über Keramik bis Fotografie, Grafik und Malerei. Die Künstler kommen aus ganz Deutschland und den Niederlanden. |
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Genossenschaft Ringe-Wielen-Georgsdorf perfekt
90-prozentige Zustimmung bei beiden Generalversammlungen - Fusion rückwirkend zum 1. Januar 2000
Die Fusion der beiden Niedergrafschafter Raiffeisen- Warengenossenschaften Ringe-Georgsdorf und Wielen zur neuen "Raiffeisen Waren Ringe-Wielen-Georgsdorf eG" ist perfekt. Bei ihrer Generalversammlung am Donnerstag im Dorfgemeinschaftshaus in Neugnadenfeld votierten 88,3 Prozent der anwesenden Mitglieder der Genossenschaft Ringe-Georgsdorf für die Verschmelzung mit den Wielener Kollegen, die sich in der gleichen Woche ebenfalls mit einem Wahlergebnis von 90 Prozent für die Fusion rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres entschieden hatten.
Geschäftsführer Hermann Schäfer konnte neben 98 Mitgliedern der Genossenschart Ringe-Georgsdorf Aufsichtsrat und Vorstand der Raiffeisen- Genossenschaft Wielen sowie dessen bisherigen Geschäftsführer Jan- Harm Lennips begrüßen. Des Weiteren war der Verbandsoberprüfer, Manfred Goldenstein, vom Genossenschaftsverband Weser- Ems gekommen, um den Verschmelzungsvertrag vorzustellen und zu erläutern. Der Vertrag regelt im Detail unter anderem Fragen der Rechtsnachfolge, der Mitgliederanteile, der Personalübernahme und der Zusammensetzung von Aufsichtsrat und Vorstand. Vorsitzender Jan- Wilhelm Pol erläuterte den Mitgliedern, dass nach eine Verschmelzung der Niedergrafschafter Genossenschaften zu einer Genossenschaft zur Zeit nicht möglich erscheine. Daher habe man sich in Übereinstimmung mit der Wielener Genossenschaft zu der jetzt anstehenden "kleinen Fusion" entschlossen. Die Genossenschaften müssten sich dem Strukturwandel in der Landwirtschaft anpassen. "Die Größe ist kein reiner Selbstzweck, sondern durch Synergieeffekte wird die Verhandlungsposition gegenüber Lieferanten sowie die Wettbewerbsfähigkeit generell gestärkt", sagte Pol. Trotz der räumlichen Entfernung beider Genossenschaften hätten die Verhandlungen in Aufsichtsrat, Vorstand und Geschäftsführung gezeigt, dass man den richtigen Weg eingeschlagen habe. Durch sachlich fundierte Gespräche und Diskussionen habe man in allen Bereichen Übereinstimmung des jetzt vorliegenden Verschmelzungsvertrages erzielt. Goldenstein bestätigte Pols Aussagen und bescheinigte beiden Genossenschaften eine stabile und gesunde Ausgangsposition in einem guten Umfeld. Die Genossenschaft Ringe-Georgsdorf würde inzwischen 44 Prozent des Umsatzes aus dem nichtlandwirtschaftlichen Bereich erzielen, die Genossenschaft Wielen bereits 54 Prozent. Dies zeige, so Goldestein weiter, wie wichtig die Marktanpassung in den vergangenen Jahren für die beiden Genossenschaften gewesen sei. Das entsprechende Gutachten des Verbandes nennt keine Bedenken und spricht sich somit für eine Verschmelzung aus. Goldenstein stellte den Mitgliedern die Zahlen beider Genossenschaften aus dem Jahr 1999 vor (siehe Grafik) und erklärte an Hand des Verschmelzungsvertrags, wie die zukünftige Genossenschaft Ringe-Wielen-Georgsdorf aufgebaut ist.
Demnach wird der sich Vorstand zukünftig aus fünf ehrenamtlichen Mitgliedern (drei RWG Ringe-Georgsdorf, zwei RWG Wielen) sowie dem hauptamtlichen Geschäftsführer, Hermann Schäfer, zusammensetzen. Der Aufsichtsrat wird aus acht Mitgliedern (fünf RWG Ringe-Georgsdorf, drei RWG Wielen) bestehen. Vorsitzender des Vorstandes wird ein Mitglied aus dem Raum Ringe-Georgsdorf, Vorsitzender des Aufsichtsrates ein Mitglied aus dem Raum Wielen. Zum hauptamtlichen Geschäftsführer wird Hermann Schäfer ernannt, stellvertretender Geschäftsführer mit Prokura wird Jan Harm Lennips. Jan Harm Kemkes bleibt stellvertretender Geschäftsführer. Durch den Verschmelzungsvertrag ist zudem geregelt, dass die Milchlieferanten aus dem Raum Wielen bis zum 31. Dezember 2003 dazu verpflichtet sind, über die neue Genossenschaft ihre Milch abzuliefern. Bei den anschließenden Wahlen zum Vorstand trat Hindrik Beerlink aus Ringe freiwillig zurück, um die notwendige Zahl von drei Vorstandsmitgliedern aus Ringe-Georgsdorf zu erreichen. Jan-Wilhelm Pol wurde bei der turnusgemäßen Wahl im Vorstand bestätigt. Zudem wählten die Mitglieder Albert Lukas aus Itterbeck und Seine Roelofs aus Wielen in den Vorstand. Weiterhin sind Helmut Meinderink aus Ringe und Friedrich Veldjans aus Georgsdorf im Vorstand. Bei den Aufsichtsratswahlen trat Johann Wortelen freiwillig zurück, um die notwendige Zahl von fünf Aufsichtsratmitgliedern zu erreichen. Turnusgemaß bestätigten die Mitglieder Gerhard Podtschaske im Amt. Von der Genossenschaft Wielen wählten sie Gerhard Plöns aus Wielen, Hermann Ekkel aus Itterbeck und Gerrit Oelen aus Wielen in den Aufsichtsrat. Weiterhin sind Gert Hindrik Jakobs aus Alte-Piccardie, Friedhelm Kuper aus Wietmarschen, Helmut Dünow aus Kalle und Lambertus Wesselink aus Ringe im Aufsichtsrat. Dass sich mit Wielen und Ringe-Georgsdorf zwei wirtschaftlich gesunde Unternehmen vereinen, hatten die Jahresabschlüsse für 1999 deutlich gemacht, die Geschäftsführer Jan Harm Lennips am Montag in Wielen sowie Hermann Schäfer am Donnerstag in Neugnadenfeld präsentierten. So hat die Raiffeisen Waren Ringe-Georgsdorf ihren Warenumsatz in 1999 um 5,6 Prozent auf 23,16 Millionen Mark steigern können. Dies sei vor allem auf Umsatzsteigerungen in den Bereichen Treibstoffe, Grenzland- Märkte und Saatgut zurückzuführen. So habe man bei den Treibstoffen nochmals 1,1 Millionen Liter mehr als im Vorjahr absetzen können. Mit den Investitionen in Georgsdorf im Bereich Tankstelle und Grenzland- Markt habe man genau richtig gelegen. Die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr seien ebenfalls gut. Es zeige sich immer stärker der Trend, dass der nichtlandwirtschaftliche Bereich Wachstumsraten verzeichne und der landwirtschaftliche Bereich stabil bis leicht rückläufig sei. Beide Genossenschaften liegen derzeit um zirka jeweils eine Million über dem Vorjahresniveau im Umsatz. Für den Tankstellenbereich in Ringe ist in Kürze eine größere Investition von etwa 350 000 Mark geplant, um den steigenden Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. Hier sollen neben Diesel auch Bio-Diesel, Benzin und Super- Benzin angeboten werden. Ebenfalls stünden in Emlichheim und Itterbeck bei den Grenzland- Märkten Investitionen an. |
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Hoppen: Prädikat "Stets freundlich"Hannelore Schmidt als neue Rektorinder Grundschule Georgsdorf eingeführt
Die Grundschule Georgsdorf hat nun auch offiziell eine neue Rektorin. Am Donnerstag überreichte Schulrat Udo Tiemann im Namen der Bezirksregierung Hannelore Schmidt die Ernennungsurkunde. Damit war die Schule nach dem Ausscheiden des langjährigen Rektors Zwier Höllmann nur ungewöhnlich kurze Zeit führungslos.
"Nachdem ich sie drei Jahre lang als Lehrerin an der Grundschule Osterwald erlebt habe, fällt mir zu Hannelore Schmidt nur eins ein: Prädikat .Stets freundlich'." Samtgemeindebürgermeister Sinus Hoppen war derjenige Redner bei der offiziellen Einführung der neuen Rektorin der Grundschule Georgsdorf, der wohl die einfachsten Worte fand - aber auch die persönlichsten. Worte des Lobs fand auch Schulrat Udo Tiemann, der Schmidt die Ernennungsurkunde überreichte - nicht nur für die neue Rektorin sondern auch für ihre künftigen Kolleginnen Helma Gründler und Ingrid Ende, die die Schule während der schweren Erkrankung des früheren Schulleiters Zwier Höllmann geführt und die Einführung der Verlässlichen Grundschule vorbereitet hatten. "Die Stellung des Schulleiters ist in letzter Zeit deutlich gestärkt worden", sagte Tiemann an die neue Rektorin gerichtet. Ein guter Schulleiter sei heute nicht mehr der Leitwolf an der Spitze. Ein guter Schulleiter beweise Teamfähigkeit und stelle den Menschen in den Mittelpunkt. Und er erinnerte daran, dass in Hinblick auf die Einführung der Verlässlichen Grundschule Handlungsbedarf bestehe. Jede Schule müsse nach einem eigenen pädagogischen Konzept suchen, in das auch die Vertretungskräfte integriert werden müssten. Davon, dass die Zusammenarbeit im fünfköpfigen Kollegium schon gut funktioniert, berichtete Helma Gründler im Namen ihrer Kolleginnen. "Hannelore Schmidt hat sich von Anfang an sehr kollegial und kooperativ verhalten," Früher sei der Grundschule Georgsdorf der Ruf einer Strafversetzungskolonie vorausgegangen. Das habe sich inzwischen geändert. Ehemalige Lehrer hätten sogar beschlossen, ihren Lebensabend in Georgsdorf zu verbringen. Zu den Gratulanten gehörte auch Samtgemeindedirektor Max Hoppe, der Schmidts Ehemann Heinz einen Blumenstrauß verbunden mit der Bitte überreichte, seine Frau angesichts der neuen Aufgaben gut zu pflegen. Als Vertreter des Schulträgers wisse es auch um den dringenden Sanierungsbedarf, so Hoppe weiter. "Der Schulhof ist alles andere als zufriedenstellend." Er setzte jedoch auf die Eigeninitiative der Lehrer und Eltern, die dabei mit der finanziellen Unterstützung seitens der Samtgemeinde rechnen könnten.
Schulrat Udo Tiemann freut sich mit der neuen Rektorin der Grundschule Georgsdorf, Hannelore Schmidt, dass die Stelle nach dem Ausscheiden Zwier Höllmanns Ende Juni ohne Vakanzzeit besetzt werden konnte.
Glückwünsche überbrachte auch die Georgsdorfer Bürgermeisterin Johanne Knorr, die ihre Freude zum Ausdruck brachte, dass erstmals eine Frau die Schule leite. Schmidts Vorgänger Höllmann verglich das Leben in einer Schule mit dem Wachstum der Pflanzen in einem Garten. "Wildkräuter sollte man wachsen lassen, solange die Ernte nicht gefährdet ist", gab er seiner Nachfolgerin mit auf den Weg. Im Namen der benachbarten Schulen gratulierte Klaus Garde, Leiter der Grund- und Hauptschule Veldhausen, seiner Kollegin. Und Hannelore Schmidt selbst erklärte, dass sie im Kollegium alle Ideen zusammentragen wolle, um dafür zu sorgen, dass die Verlässliche Grundschule nicht nur ein Schulversuch bleibe. Hannelore Schmidt ist 1955 in Nordhorn geboren, wo sie 1974 am Gymnasium ihr Abitur ablegte. Nach dem Studium an der pädagogischen Hochschule in Münster legte sie 1977 ihr erstes Staatsexamen in den Fächern Sport, Mathematik und evangelische Religion ab. Es folgte das Referendariat am Schulzentrum 1979 am Schulzentrum Twist, das sie 1979 mit dem zweiten Staatsexamen beendete. Danach arbeitete sie von 1979 bis 1989 als Verwaltungsangestellte beim Arbeitsamt Nordhorn, weil des Einstellungsstopps für Lehrer in Niedersachsen keine Chance bestand, einen Lehrerstelle zu bekommen. Tiemann beurteilte diesen Lebensabschnitt als besonders wertvoll, weil sie dabei zusätzliche wichtige Erfahrungen gesammelt habe. Ab 1990 konnte sie in ihren erlernten Beruf zurückkehren. Bis 1997 war sje als Springerin mit zahlreichen Abordnungen in Emlichheim beschäftigt. Von 1997 bis zum Ende des Schuljahrs 1999/2000 unterrichtete sie an der Grundschule Osterwald. Während dieser Zeit absolvierte sie mehrere Kurse, um sich auf die Aufgaben einer Schulleiterin vorzubereiten. An der Grundschule Georgsdorf unterrichten zur zeit fünf Lehrerinnen 92 Mädchen und Jungen. Die Grundschule ist in den Klassen eins bis drei einzügig und in der vierten Klasse zweizügig. Wie alle anderen Grundschulen in der Samtgemeinde Neuenhaus nimmt auch die Grundschule Georgsdorf seit Beginn des Schuljahrs am Modell der Verlässlichen Grundschule teil. |
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Jubiläumsfeier am Sonntag,15. Oktober 2000
Die Gemeinde Georgsdorf kann am 15.10.2000 ihr 225-jähriges Bestehen feiern. Anlass genug um in bescheidenem Rahmen eine kleine Feier für die Bürger der Gemeinde zu organisieren. Georgsdorf. für viele Grafschafter eine bekannte Gemeinde, doch über die geschichtliche Entwicklung kommen die ersten Stirnfalten. Wie fing das an? Nachweislich steht fest - im siebzehnten Jahrhundert bauten die ersten Siedler im Georgsdorfer Hochmoor die ersten Hütten, wahrscheinlich aus Torfsoden, abgedeckt mit Heideplaggen. Die Armut dieser Siedlung ist für uns heute kaum noch nachzuvollziehen. Über den Namen Georgsdorf ( ehemals Neue Piccardie ) gibt es einen höchst amtlichen Wortlaut aus dem Jahre 1862: "Auf Ihr Gesuch vom 6. d. Mts. sind Wir von Seiner Majestät dem Könige beauftragt. Ihnen zu eröffnen, dass Allerhöchstderselbe Ihrer Bitte. Ihrer Ortschaft den Namen Georgsdorf beizulegen. allergnädigst zu genehmigen geruht haben, und dass Allerhöchst derselbe Ihre obige Bitte als einen erneuerten Beweis Ihrer Liebe, Treue und Ergebenheit für das Weilfische Königshaus und für Allerhöchst Ihre Person ansehen". Nachzulesen im Osnabrücker Staatsarchiv und in der Ortschronik der Gemeinde Georgsdorf. Die neuere Geschichte ist eng mit dem Namen des Landwirtes Jan Jakobs verbunden. Jakobs war im 18. Jahrhundert viele Jahre Gemeindevorsteher und ein überaus vorausschauender Kommunalpolitiker. Ihm lag vor allem der Ausbau der linksemsischen Kanäle am Herzen um damit einen Anschluss an die Wasserwege zur Ems und nach Holland zu erreichen. Ein Vorhaben, dass vor allem der damaligen Torfwirtschaft neue Absatzmärkte sicherstellte. Noch heute gehören der Coevorden- Piccardie- Kanal und der Nord-Süd-Kanal zum unverwechselbaren Erscheinungsbild Georgsdorfs. Leider wurden die Kanäle Ende der 60er Jahre für den Schiffsverkehr geschlossen. Der Torfabtransport erfolgte dann über die Straße und die Bahn. In den vierziger Jahren dann die ersten Erdölbohrungen im Ölfeld Georgsdorf. Diese auch heute noch in Betrieb befindlichen Pumpen gehören ebenfalls zum Gesamtbild der Gemeinde. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte, insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg, als der Staat das Emsland-Erschließungsprogramm auflegte hat sich ein durchgreifender Strukturwandel vollzogen. Das früher weitab gelegene, karge Hochmoor wurde gleichsam zu einem blühenden Garten. Ein Dorferneuerungsprogramm wurde realisiert. Seine Aufgabe war es. den dörflichen Lebensraum zu verschönern und so lebenswerter zu gestalten. Georgsdorf ist im Laufe der Jahre zu einer überaus schönen Gemeinde geworden. Schmucke Wohngebiete, mittendrin eine Schule, ein anziehender Bürgerpark und natürlich Sporteinrichtungen. Einen weiteren Aufschwung erlebte die Gemeinde durch den Zusammenschluss im Zuge der Gemeindereform des Jahres 1974. So lebt Georgsdorf heute unter dem Dach der Samtgemeinde Neuenhaus mit den Gemeinden Alte- Piccardie, Osterwald, Esche und der "Herrlichkeit" Lage partnerschaftlich und konstruktiv in einer gut funktionierenden Verwaltungseinheit zusammen. In Georgsdorf leben heute ca. 1250 Einwohner auf einer Fläche von etwa 19 qkm. Zu den Sehenswürdigkeiten zählt natürlich die im Jahre 1987 renovierte und in Dienst gestellte Windmühle. Sie ist heute das Wahrzeichen des Ortes. Die Feierlichkeiten beginnen am Sonntag, dem 15. Oktober, mit einem Festgottesdienst um 10.30 Uhr in der Georgsdorfer Kirche. Ein Posaunenchor und der Singkreis begleiten diesen Gottesdienst. Danach lädt die Gemeinde Georgsdorf zu einem gemeinsamen Mittagessen in das Gemeindehaus ein. |
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Geflügelzüchter zufrieden
244 Tiere haben die Mitglieder des Rassegeflügelzuchtvereins Füchtenfeld- Georgsdorf am vergangenen Wochenende bei ihrer 52. Lokalschau der Öffentlichkeit präsentiert. Zusehen waren große Hühner, Zwerghühner und Rassetauben. Erfreut zeigte sich Vorsitzender Hans Lamann über den guten Publikumszuspruch. Die drei Preisrichter äußerten sich nach Aussage Lamanns zufriedenstellend über den Zustand der Tiere, Sie vergaben zweimal die Höchstnote "vorzüglich" und zwölfmal "hervorragend". Die Vereinsmeisterschaft errang bei den Senioren "Egbert Wolterink auf "Modena Schitti, blau-bronzegehämmert". In der Jugendgruppe errang die Meisterschaft die Zuchtgemeinschaft de Vries auf "Schautauben, blau mit schwarzen Binden". Lamann bedankte sich am Schluss der Veranstaltung bei allen Helfern, insbesondere bei den Züchterdamen, die selbst gebackenen Kuchen gestiftet und für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt hätten.
Das Foto zeigt die Vereinsmeister Egbert Wolterink (links) sowie die Zuchtgemeinschaft de Vries (Jugendgruppe). |
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Vogelschutz-Pläne verärgernBesitzer von Torfstichflächen"Landwirtschaftliche Folgenutzung ist gefährdet"
"Ganz mies" und "spitzfindig". - So bezeichneten betroffene Grundstückseigentümer Aussagen von Vertretern der Bezirksregierung zur Folgennutzung von Torfstichflächen im Georgsdorfer Moor. Die Grundstückseigentümer gehen fest davon aus, dass sie ihre Flächen nach der Abtorfung landwirtschaftlich nutzen können. Das stellten die Vertreter der Bezirksregierung bei einer Informationsveranstaltung in Georgsdorf in der vergangenen Woche zur Empörung der Grundstückseigentümer in Frage. Wie bereits mehrfach berichtet, soll die europäische Vogelschutzrichtlinie in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union umgesetzt werden. In der hiesigen Region sind das Dalum- Wietmarscher Moor und das Georgsdorfer Moor in der Diskussion für eine Umsetzung des Vogelschutzes in diesen Gebieten. Die Region ist eines von drei Gebieten in Niedersachsen, in denen noch der Goldregenpfeiffer lebt. Derzeit können Betroffene eine Stellungnahme abgeben. Im Januar will die Bezirksregierung die entsprechenden Gebiete dem Umweltministerium melden. Ein großer Teil der in der Region betroffenen Moorflächen gehören dem Land, dazu kommen jedoch eine Reihe privater Grundstückseigentümer mit kleineren Flächen. Für die Grundstückseigentümer soll die europäische Vogelschutzrichtlinie keine negativen Auswirkungen haben, betonten die Vertreter der Oldenburger Behörde in der vergangenen Woche in Georgsdorf. Land- und Forstwirtschaft haben demnach Bestandsschutz. Von Seiten der Bezirksregierung wird eine Wiedervernässung der Gebiete angestrebt, um den Vögeln gute Lebensbedingungen zu schaffen. Man müsse nach Wegen suchen, eine naturnahe Folgenutzung mit den Interessen der Landwirtschaft in Einklang zu bringen. Vertragsnaturschutz heißt hier oft das Stichwort. Für Verärgerung unter den versammelten Grundstückseigentümern sorgten dann Äußerungen von selten der Bezirksregierung durch die die landwirtschaftliche Folgennutzung in den privaten Torfstichgebieten in Frage gestellt würde. Während die öffentlich-rechtliche Torfabbaugenehmigung nicht in Abrede gestellt werde, so der Tenor, gelte es jedoch die privatrechtlichen Vereinbarungen zwischen den Grundstückseigentümern und der Torfabbaufirma zu überprüfen. Hier sei die landwirtschaftliche Folgennutzung "nicht ganz eindeutig" geregelt. "In den Jahren 1935 bis 1940 sind viele Betriebe zu einem Großteil enteignet worden, damals ist ein halber Hektar zurückgelassen worden, um Brenntorf zu gewinnen", erinnerte ein Versammlungsteilnehmer an die Vorgeschichte der Grundstückseigentümer und fragte die Behördenvertreter: "Jetzt kommen Sie und wollen uns ein zweiten Mal enteignen?" Zu dem Vorschlag, dass man den Eigentümern die Flächen abkaufen könne, hieß es aus der Versammlung: "Wir wollen nicht verkaufen." Viele Betriebe wollten wachsen und hätten derzeit keine Möglichkeit dazu. Daher wolle man die Flächen, auf denen noch acht bis zehn Jahre Torf abgebaut wird, behalten und anschließend landwirtschaftlich nutzen. "Unsere hiesige Landwirtschaft darf sich die Vogelschutzrichtlinie nicht überstülpen lassen", hieß es aus der Versammlung. Auf Unverständnis der versammelten Grundstückseigentümer stieß auch die Vorgehensweise der Bezirksregierung, die zuerst das Gebiet abgrenzen und nach Hannover melden und erst dann über die Folgenutzung der Torfstichflächen mit den Eigentümern verhandeln will. Eindringlich appellierten eine Reihe von Grundstückseigentümer an die Behördenvertreter, die privaten Flächen in den Moorgebieten nicht als Vogelschutzflächen an das Umweltministerium zu melden. Ein Grundstückseigentümer kündigte in der vergangenen Woche auch konkret Widerstand gegen die Pläne der Bezirksregierung an: "Wir werden das nicht mitmachen, und wir werden uns dagegen wehren. Wenn es sein muss, bis zum Europäischen Gerichtshof." |